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Auch Kindern schlägt der Stress auf den Magen

Herten, 27.11. 2014. Auch Kinder leiden unter Stress: Streit mit Freunden oder den Eltern, Druck in der Schule oder Termindruck in der Freizeit. Das belastet den Kindermagen – denn zwischen Gehirn und dem Magen-Darm Trakt gibt es einen heißen Draht, der psychische Befinden oft zu körperlichen Beschwerden übergehen lässt.

Das Alter, in dem Kinder Stress empfinden, sink: Bereits in der ersten Klasse fühlen sich Kinder gestresst und leiden körperlich und psychisch unter dem Druck, der auf die ausgeübt wird. Dabei hören Eltern häufig den Satz „Ich hab Bauchweh!“, wobei Kinder oft nicht beschreiben können, wo genau die Schmerzen sind. Die Symptome müssen nicht unbedingt körperlich sein, sondern haben teilweise auch einen psychischen Hintergrund.

Das Verdauungssystem gehört zu den empfindlichsten Bereichen des Körpers und reagiert besonders heftig auf Stresshormone. „In stressigen Situationen wird vermehrt das Stresshormon Cortisol im Körper ausgeschüttet. Das führt dazu, dass sich die Atmung beschleunigt, das Herz schneller schlägt und die Muskulatur schneller durchblutet wird, dem Magen-Darm wird hingegen Blut entzogen und der gesamte Verdauungsprozess zum Stoppen gebracht“, erklärt der Facharzt für Innere Medizin, Dr. Philip Timmerkamp von www.hausarztzentrum-herten.de.

Der Grund: Der Körper ist in Stresssituationen in voller Alarmbereitschaft und macht sich zum Flüchten bereit. Diese Abwehrbereitschaft benötigt viel Energie, die aus den Reserven im Magen-Darm-Trakt gezogen wird. Die Folgen: Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung. Steht ein Kind für eine längere Zeit unter Stress, so kann dies zu einem ernst zu nehmenden Problem für die Gesundheit werden. Denn wird die Magenschleimhaut dauerhaft schlecht durchblutet, wird sie durchlässig für die aggressive Magensäure, die die Muskulatur angreift.

Timmerkamp rät Eltern von Kindern, die regelmäßig unter Bauchschmerzen leiden, zu einer ausgewogenen Ernährung der Kinder, einer Stressbewältigung durch Entspannungstechniken oder durch regelmäßige sportliche Aktivitäten.

Bildquelle: Lupo  / pixelio.de

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